Blog Norwegen
Tag 5
Freitag, 16.08.2024
Die erste Woche ist rum! Ich befinde mich im Hardangerfjord, genauer gesagt in Øystese. Mit aktuell 6 anderen freiwilligen Arbeitern teile ich mir 2 kleine Wohnungen auf einem Bauernhof. Mein Raum ist klein, sehr klein, aber immerhin habe ich ein eigenes Zimmer und Bett. Wir teilen uns zwei Bäder und eine kleine Küche. Außerdem haben wir ein kleines Wohnzimmer mit 2 Sofas. Mein Zimmer liegt mit einem der Bäder, Küche, Wohnzimmer und einem weiteren Raum im Keller des Haupthauses. Die anderen Zimmer sind in der Garage. Ich bin am Montag angekommen. Die Küche ist etwas dreckig und so eigentlich auch der Rest. Doch das ist okay.
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Am Montag habe ich direkt Rebecca und Olav kennengelernt.
Ihnen gehört der Bauernhof. Hauptsächlich bauen sie Äpfel, aber auch einige Pflaumen an. Zusätzlich haben sie noch ein paar Schafe und vermieten 2 Wohnungen. Ich selbst und alle anderen Arbeiter bekommen hier kostenlos Essen und Obdach.
Das erste was wir gemacht haben, ist mit Rory, einer der Arbeiter, hoch in den Wald zu gehen um dort einen Zaun für die Schafe zu bauen. Diese sind den ganzen Sommer draußen in den Bergen oder eben im Wald. Es ist sehr schlammig. Selbst wenn es einmal nicht regnet ist der Boden durchweicht. Doch genau das kann man hier erwarten. In dieser Gegend regnet es 300 Tage im Jahr. Nach 5 Stunden fahren wir wieder zurück zum Bauernhof. Zu Fuß ist dieser ca 15 Minuten entfernt.
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Da lerne ich Kristin kennen. Er ist Franzose und Mitte 20. Rory, den ich schon vorher erwähnt habe, kommt aus Kanada, hat aber auch schon in der Niederlande, Schweden und China gelebt. Er ist 30 und sieht aus wie man sich einen kanadischen Holzfäller vorstellt, nur das Holzfällerhemd fehlt.
Die restliche Woche haben wir weiter am Zaun gearbeitet. Der untere Teil ist mittlerweile fertig. Doch nun müssen wir weiter oben im Wald alles noch einmal von vorne machen. Holzstamm in den Boden, wo es zu steinig dazu ist bohrt man eine Eisenstange in den Boden, Kabelbefestigung anbringen, Kabel durchziehen. Klingt einfach, dauert aber Stunden, nicht nur weil der Wald sehr dicht und unzugänglich ist, sondern auch weil der Boden steinig ist und man alle 5 Meter ausrutscht. Aber man wird bei jeder Pause mit einer schönen Aussicht auf den Fjord belohnt.
Gestern (Donnerstag) kamen 4 neue Arbeiter an. Darunter 2 Deutsche, Niclas und Enno, und 2 Franzosen, Sarah und Renaud. Alle sind freundlich zueinander, auch wenn es manchmal etwas eng in der kleinen Küche zugeht. Ich bin unter allen hier der Jüngste, aber daran werde ich mich gewöhnen müssen. Die Arbeit ist zwar immer mal anstrengend, macht aber Spaß. Ich merke ich habe relativ viel geschrieben, allerdings ist das notwendig, da es so viel zu erzählen gibt!
Tag 6
Samstag, 17.08.2024
Wanderung zum Goldfischsee
11 km - 3:30h
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Tag 10
Mittwoch, 21.08.2024
Nach weiteren Arbeiten am Zaun kommen wir nach Hause. Doch etwas ist komisch: Der Strom ist weg! Komischerweise fehlt aber nicht der ganze Strom, es gehen noch einzelne Geräte. Das Licht im Bad, der Herd und das Wasser gehen noch wie gewohnt.
Tag 12
Freitag, 23.08.2024
Die ganze Woche haben Rory und ich am Zaun gebaut. Es hat die ganze Woche fast durchgehend geregnet und der Boden ist sehr stark durchgeweicht. Alle fünf Minuten fällt man hin und rutscht den Hang hinunter. Heute am Freitag ist es so nass und kalt, dass wir uns entscheiden früher zurück zur Farm zu gehen. Dort pflücke ich das erste Mal Pflaumen. Und natürlich probiere ich diese auch. Einfach unfassbar lecker!
Tag 15
Montag, 26.08.2024
Gestern habe ich mich von Rory verabschiedet. Er ist diese Nacht nach Bergen gefahren. Ich habe die Zeit mit ihm immer sehr genossen. Ohne ihn ist es stiller im Wohnzimmer, oder generell den ganzen Tag über. Trotzdem verstehe ich mich gut mit den anderen. Heute haben wir den Generator versetzt, weil das Kabel sonst zu kurz wäre. Allerdings können wir nicht bohren, da der Generator nicht anspringt.
Tag 18
Donnerstag, 29.08.2024
Fast die ganze Woche habe ich am Zaun verbracht. Die ganze Zeit regnet es, heute ist es unerträglich. Wasser überall! Bis auf die Haut bin ich nass, bei jedem Schritt spüre ich, wie das Wasser in meinen Schuhen hin und her schwappt. Gemeinsam mit Enno und Niclas soll ich eigentlich schon seit Montag ein Loch in den Stein bohren. Montag und Dienstag haben wir da auch guten Fortschritt gemacht, aber seit gestern geht der Generator nicht mehr. Wir haben heute angefangen die Kabel durch den Zaun zu fädeln. Hört sich allerdings einfacher an als es ist. Einmal rutsche ich durch den nassen Boden den Berg etwa 5 Meter hinunter und lasse mich erst unsanft durch einen Baum bremsen. Mittlerweile ist mir egal, ob ich in einer Pfütze stehe oder nicht. Das Wasser an meinen Füßen wird langsam wärmer. Als wir alle Kabel durchgezogen haben und der Generator immer noch nicht geht, laufen wir zurück zum Hof.
Kristen, Rory, Ich
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Tag 25
Donnerstag, 05.09. 2024
Die ganze Woche war gutes Wetter. Darum haben wir fast die ganze Zeit Äpfel gepflückt. Nach einiger Zeit geht das aber ganz schön auf den Rücken! Gestern haben wir auch zum ersten Mal Apfelsaft gepresst! Super lecker, der beste Saft den ich je getrunken habe. Erst werden die Äpfel sortiert, in schön und beschädigt. Die Schönen werden zum Essen direkt verkauft während die Beschädigten zum Saft pressen genutzt werden. Dann wird immer eine Kiste Äpfel gewaschen und in den Schredder gegeben. Aus dem kommen dann eine kleinstückige Apfelmasse unten heraus, die ich mit einem Eimer in die Presse fülle. Die Presse besteht aus einem Gitter in dessen Mitte ein Ballon aus dickem Gummi befestigt ist. Dieser kann mithilfe von Wasser auf bis zu 3 bar aufgepumpt werden und drückt so den Saft aus der Apfelmasse.
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Tag 27
Samstag, 07.09. 2024
Wanderung zur Trolltunga
24km - 6,5h
6.15 Uhr wach ich in einem Hostel in Tyssedal auf. Um 7.20 Uhr nehme ich den Bus vom Hostel zur Parkebene 2 und von dort ein Shuttel zu P3. Von dort aus beginnt meine Wanderung zu Trolltunga, also der Trollzunge! Zu Fuß beginnt meine Tour auf einer Hochebene über Stock und Stein. Noch liegt alles hier im Schatten der Berge. Nach ein paar Kilometern sehe ich den großen Anstieg vor mir. Ich komme gut voran. Als ich auf dem ersten Gipfel ankomme, scheint mir die Sonne ins Gesicht, ich kann vor mir in ein Tal mit See schauen und hinter mir liegt hinter der Hochebene und dem Fjord der Gletscher, den ich auch von zuhause sehen kann. Über den Bergkamm geht es viele Kilometer weiter bis ich schlussendlich nach 3 Stunden an meinem Ziel ankomme. Die Aussicht ist phänomenal.
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Tag 39
Donnerstag, 19.09.2024
Die ganze Woche haben wir Äpfel gepflückt. Am Dienstag kam Leonie aus Leipzig an. Außerdem haben wir große Holzkisten gebaut, um noch mehr Äpfel pflücken zu können. Das Wetter ist fast durchgehend sonnig und warm!
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Tag 40
Freitag, 20.09.2024
Wanderung zum Torefjell
20km - 6,5h
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Tag 47
Freitag, 27.09.2024
Gemeinsame Wanderung zum Soldalsfjell
17,5km - 5,25h
Am Abend machen wir Feuer und Hotdogs am Fitjadalssee. Später verabschieden wir uns von Sarah und Renaud, die zu einem anderen Host weiter gehen.
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Tag 57
Montag, 7.10.2024
Heute fahre ich von Oystese nach Trondheim. Früh 9.10 Uhr fährt mein Bus in Oystese los. Nach 2-fachem Umsteigen und ca 8h Fahrt steige ich in Lillehammer in die Nordlandbahn ein. Mit dieser fahre ich bis nach Trondheim, wo ich 23 Uhr ankomme.
Tag 61
Freitag, 11.10.2024
In Trondheim habe ich 3 volle Tage verbracht. Ich bin oft durch die Stadt gelaufen, habe mir ein paar Sachen gekauft und leckeres Essen gegessen. Gestern Abend bin ich mit der Nordlandbahn weiter Richtung Norden gefahren und nach einer kurzen Busfahrt weiter mit dem Schnellboot nach Agsgardet. Dort hat mich heute früh mein neuer Host Geir abgeholt.Im Auto saß dann neben ihm auch noch Pus, seine Hündin. Er bringt mich zum Hof, zeigt mir mein Zimmer und ich hole erstmal etwas Schlaf nach.
Geir wohnt auf seinem Bauernhof, im Stall sind ca. 60 Schafe und auf der Weide um die 25 Kühe. Es steht viel Zeug auf dem Hof rum, mehrere Traktoren, einige Container und vieles anderes, das scheinbar seit Jahren nicht mehr benutzt wurde.
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Tag 67
Donnerstag, 17.10.2024
Die letzte Woche ist viel passiert. Einen Tag nach mir kamen Lauren, 35, und Craig, 41, aus England an. Sie reisen seit nun 16 Jahren um die Welt und waren schon in China, Pakistan, gefühlt ganz Europa und auch dne USA. Wir haben einige Zeit unsere Geschichten ausgetauscht, Dann haben wir angefangen im Wald den alten Zaun abzubauen. Der stand bereits 40 Jahre dort und ist mittlerweile sehr verrostet und in Böumen verwachsen. Am Tag darauf haben wir Holzpöller zu dem Waldstück getragen in dem der neue Zaun entsteht. Das ist aber anstrengender als es klingt, da wir alles durch einen Sumpf tragen müssen. bei jedem Schritt versinkt man 10 oder 20 Zentimeter im Boden und wenn man Pech hat sogar noch mehr. Heute haben wir endlich frei und ich bin mit geir wandern gegangen um nach den letzten 4 fehlenden Schafen zu suchen, die noch irgendwo im Wald sein müssen. Nach 3h, 9.5km und erfolgreicher Sichtung der Schafe kommen wir zurück zum Hof.
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Tag 69
Samstag, 19.10.2024
Das erste Mal Polarlichter!
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Tag 72
Dienstag, 22.10.2024
Seit nun schon 3 Tagen füttere ich täglich die Schafe früh und abends. Außerdem haben wir die Schafe zunächst nach Gewicht, Geschlecht und Alter sortiert, um danach allen ihre Glocken abzumachen. Heute mussten wir von entasteten Bäumen die Äste auf einen großen Haufen zusammensammeln, um diese alle zu verbrennen.
Tag 76
Samstag, 26.10.2024
Heute sind wir mit 2 Booten 30 Minuten zu einer kleinen Insel gefahren, auf der Geir ca 25 Schafe hat. Dafür haben wir mit einem kleinen Motorboot das zweite Boot, das eher eine überdimensionale Schale is, hinterhergezogen. Die Schafe müssen wir dann auf der Insel zusammensuchen und zum Strand treiben, an dem das Boot liegt. Aus Zaunsteilen bauen wir dann einen Gang von dem kleinem Gehege in dem die Schafe stehen zum Boot. Die Schafe wehren sich stark und wir müssen sie quasi aufs Boot heben. Als wir fertig sind fahren wir wieder mit beiden Booten zurück und lassen die Schafe neben dem Stall in ein Gehege.
Tag 79
Dienstag, 29.10.2024
Der erste Schnee!
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Tag 91
Sonntag, 10.11.2024
Wanderung zum Bjorntinden
4h40min - 12.5km
Tag 113
Montag, 02.12.2024
Die letzten Wochen waren sehr ähnlich. Jeden Morgen und Abend die Tiere füttern, ungefähr alle zwei Tage einen neuen Heuballen fertig machen und ein bis zweimal pro Woche die Schafboxen sauber machen. Das Wetter wechselte zwischen Schnee, Regen und Sonne. Der Schnee blieb oft nur ein bis zwei Tage liegen und schmolz dann wieder. Am Wochenende waren wir zusammen angeln. Ich selber hab leider keinen Fisch gefangen, aber Geir hat gemeinsam mit Carmen insgesamt 9 Fische in 4 Tagen gefangen. Carmen kommt aus London und war eine Woche hier, ist aber gestern bereits abgereist.
Heute fing alles wie immer an, füttern, etwas sauber machen und einen neuen Heuballen fertig machen. Doch dann hat Geir mich in den Traktor gesetzt, und mir gezeigt wie ich diesen fahre. Wir haben dann gleich mal noch zwei Heuballen geholt, damit ich das einmal selbstständig versuchen kann. Am Nachmittag dann sind wir zu seinem Motel gefahren und ich habe Verschnitt und alte Dämmung auf einen Hänger geladen, während er andere Sachen geregelt hat. Daraufhin hat er mit dem Traktor den Hänger nach Hause gefahren und ich musste im Auto dahinter darauf achten, dass nichts runter fällt. Das Holz haben wir dann auf dem Hof verbrannt und sind noch einmal zum Motel los um auch noch den Rest zu holen. Da war es bereits schon nach 21 Uhr und stockdunkel. Zum Glück haben alle Fahrzeuge genug Extralampen, sodass es trotzdem taghell war.
Tag 132
Samstag, 21.12.2024
Gestern habe ich Geir nach 2,5 Monaten verlassen. Es war eine sehr schöne Zeit mit ihm und mir hat der Ort sehr gefallen. Früh um 9 bin ich dann mit dem Schnellboot von Agskardet nach Ornes gefahren und von dort mit der Hurtigroute weiter nach Risoyhamn. Auf der Hurtigroute habe ich 18 Stunden verbracht. Neben einer Kabine für die Nacht hatte ich Mittag- und Abendessen im Schiffrestaurant. Außerdem sind wir gegen Mitternacht unter Polarlichtern in den Trollfjord gefahren, einer der bekanntesten Fjorde ganz Norwegens und auf jeden Fall einer der schönsten.
3:45 Uhr klingelt das Telefon in der Kabine. Völlig schlaftrunken nehme ich den Hörer ab, aber da ist niemand dran... . Wie sich herausstellt war das der Weckruf für meinen Ausstieg, obwohl ich diesen eigentlich deaktiviert hatte. Jetzt kann ich auch nicht mehr schlafen... . Ich packe meine letzten Sachen in Ruhe ein und torkel 4:30 Uhr am Ausgang ein. Ich bin der Einzige der hier aussteigt. Eine Rezeptionistin redet noch kurz mit mir und dann sind wir da. Hier in Risoyhamn treffe ich mich mit meinen Eltern und wir werden zusammen Weihnahten und Neujahr verbringen. Aber jetzt muss ich erst einmal schlafen.
Tag 143
Mittwoch, 01.01.2024
Die letzten Tage waren sehr entspannend. Kein Weihnachtsstress, keine Aufgaben und ein paar schöne Ausflüge. Wir haben sehr oft sehr starke Polarlichter gesehen und auch jetzt zum Neujahr gibt es fantastische Polarlichter.
Tag 151
Donnerstag, 09.01. 2025
Seit einer Woche bin ich nun bei Esther in der Nähe von Skjervoy. Sie hat mich aufgenommen solange ich noch niemand anderen gefunden habe der mich Januar / Februar aufnehmen kann. Mein eigentlich geplanter Host ist nämlich insolvent gegangen. Sie ist Jägerin und Hundezüchterin seit mehr als 40 Jahren. Allerdings helfe ich ihr lediglich beim Schnee wegräumen und sauber machen. Besonders gut verstehen wir uns nicht, aber es ist in Ordnung. Die Landschaft ist sehr schön und ich unternehme ein paar kleine Ausflüge.
Tag 155
Montag, 13.01.2025
Heute bin ich hier in Gargia bei meinem neuen Host mit dem Bus angekommen. Das Wochenende habe ich in Alta verbracht, ein etwas größerer Ort direkt in der Nähe. Allerdings ist es kein sonderlich schöner Ort, lediglich die Nordlichtkathedrale schmückt die Stadt. Bei meinem neuen Host habe ich eine eigene kleine Holzhütte. Ausgestattet mit Strom, Ofen, Bett, Tisch und Stühlen, einer Miniküche sowie einem Campingklo geht es mir hier sehr gut. Es gibt zwar kein fließend Wasser, aber am Haus kann ich mir einen Kanister auffüllen und habe ein richtiges Bad zur Verfügung. Das Haupthaus gefällt mir sehr. Durch große Fenster kann man die Natur beobachten. Hauptaugenmerk sind aber natürlich die etwa 30 Huskys, die neben dem Haus leben. Heute habe ich bereits geholfen zwei Schlitten für eine Tagestour fertig zu machen. Außerdem habe ich sauber gemacht und später wieder abgespannt. In meine Hütte muss ich mich zunächst noch etwas einleben, aber es gefällt mir schon sehr gut. Die Gastgeber sind sehr freundlich.
Tag 163
Dienstag, 21.01.2025
In den letzten Tagen habe ich geholfen täglich sauber zu machen und die Hunde zu füttern. Ich bin auch mit auf zwei Tagesausflüge mit Touristen mitgegangen. Heute durfte ich das erste Mal einen eigenen Schlitten fahren mit 6 Hunden! Gemeinsam mit Roger und Bor sind wir auf den Beaskades gefahren. Das ist samisch für Bärenberg. Der höchste Punkt liegt auf 649 Meter, das Plato liegt ca. auf 400/500 Meter.
Es ist sehr kalt heute. Ich habe 5 Schichten an und trotzdem friere ich nach einiger Zeit an Fingern und Füßen. Heute ist starker Wind, doch nach einiger Zeit halten wir an dort an, wo wir auch schon an vorherigen Tagestouren gestoppt haben. Wir haben alles für ein Zelt dabei und bauen es auf. Dabei wird es direkt schön warm. Im Zelt installieren wir außerdem einen Ofen und essen unser Mittag im Zelt. Es wird mit der Zeit so warm, dass ich beginne zu schwitzen, obwohl ich bereits 3 Schichten ausgezogen habe. Nach etwa einer Stunde Pause fahren wir weiter und letztendlich zurück. Wir sind heute etwa 60 Kilometer gefahren. Auch wenn es kalt war hat es extrem viel Spaß gemacht.
Tag 171
Mittwoch, 29.01.2024
Wanderung, um die Sonne zu sehen
1h0min
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Tag 182
Montag, 10.02.2025
Diese Nacht hat Bjona, einer meiner Lieblingshunde, bei mir in der Hütte übernachtet. Natürlich hat alles sehr interessant gerochen, allerdings war es aber auch etwas zu warm. Mit geöffnetem Fenster war es dann aber okay. Sie hat im Eingangsbereich geschlafen und nachts habe ich ab und zu ein paar Tapser auf dem Boden gehört. Bestimmt hat sie vom Rennen geträumt...
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Tag 187
Samstag, 15.02.2025
Besuch im Eishotel
Tag 195
Sonntag, 23.02.2025
Letzte Nacht habe ich draußen bei den Hunden geschlafen. 10 Meter von den Hunden entfernt befindet sich eine Feuerstelle an der ich es mir gemütlich gemacht habe. Ich bin nachts zwei Mal aufgewacht, weil die Hunde geheult haben. Durch meine Nähe habe ich mich aus dem Schlafsack gequält und bin schlaftrunken zu den Hunden gegangen, um sie zu beruhigen. Am Morgen war ich dann vor meinem Wecker wach und habe dem Treiben der Hunde zugesehen. Vor allem die kleinen Welpen haben morgens viel gefiept.
Montag, 03.03.2025
Heute hieß es Abschied nehmen von den Hunden, meiner Gastfamilie und dem Norden von Norwegens. Um 12.15 Uhr bin ich mit dem Flugzeug von Alta nach Oslo geflogen. Am Flughafen in Alta war als ich um 10 ankam keine Menschenseele, doch mit der Zeit hat es sich einigermaßen gefüllt. Das Flugzeug ist nicht ansatzweise ausgefüllt, dadurch habe ich neben mir einen Platz frei. Der Flug dauert etwa 2 Stunden, in denen wir über schneebedeckte Berge fliegen, bis die grünen Flecken immer größer werden. Am Flughafen angekommen, treffe ich meine Eltern. Zusammen sind wir für eine Woche in einem Ferienhaus in der Nähe von Gjovik.
Samstag, 08.03.2025
Die letzten Tage waren wir Ski fahren, Wandern, haben Oslo besucht und einfach die Zeit genossen. Heute geht es für mich weiter nach Tobol, ein kleiner Ort in der Nähe von Kongsvinger. Hier werde ich Hans Olaf helfen. Er hat etwa 40 Kühe, ein paar Hühner, ein Pferd und ein Lama.
Tag 214
Freitag, 14.03.2025
In den letzten Tagen ist viel passiert. Direkt am Sonntag, also meinem zweiten Tag hier, stand ein Elch direkt am Waldrand zur Farm. Er schien sehr ruhig und lies sich nicht von uns stören. Am Mittwoch war ich dann bei der Geburt eines Kälbchens dabei. Es waren davor bereits schon einige da, aber bei diesem habe ich die Geburt komplett miterlebt. Es hat gefühlt nur eine Minute gedauert, da war das Baby schon da. Dann lag es erst einmal, bis es nach 20 Minuten dann endlich Milch trank. Mein Tagesablauf besteht eigentlich immer daraus, 6 Uhr aufzustehen, frühstücken und dann 20 Minuten zur Farm zu fahren. Das Haus in dem Hans Olaf lebt liegt nämlich nicht am Bauernhof. Zusätzlich ist die Straße aufgrund der Temperaturen in schlechten Zustand und darum dauert es etwas länger bis man da ist. Bei jeder Fahrt am Morgen sieht man zwei verschiedene Gruppen von Rehen, immer an denselben Stellen grasen. Angekommen füttern wir alle Tiere und säubern die Liegefläche der Kühe. Das machen wir früh und abends. An einigen Tagen haben wir jetzt noch Feuerholz gemacht.
Das Haus liegt direkt an einem See in sehr schöner Landschaft. Leider geht die Dusche nicht richtig und die Waschmaschine muss man immer wieder anschalten, da sie sich von selbst ausschaltet. Das geht zwar, aber ich werde vermutlich kürzer als geplant hier bleiben. Hans Olaf ist sehr nett, er arbeitet als Professor an der Universität in Kongsvinger und man merkt, dass er zwar oft gestresst ist, sein Leben aber liebt.
Tag 216
Sonntag, 16.03.2025
Wanderung zur Grenze (30 Minuten)



















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